In Bereich der Fassadenfenster setzt sich ein Trend fest: Bodentiefe Vertikalfenster haben sich mittlerweile zum Standard gemausert – zurecht. Gerade Kinder können ohne Stuhl nicht nach Außen blicken und die Umgebung beobachten.
Deshalb hat dieser Trend auch bei Dachfenstern Einzug gehalten. Das gute daran: Der Einbau ist mit einem sehr überschaubaren Zusatzaufwand erledigt. War es ohnehin geplant ein Dachfenster einzubauen oder auszutauschen, so ist die zusätzlich Verlängerung des Fensters einfach und schnell erledigt.
Wir raten daher immer diesen Schritt zu gehen. Einerseits werten sie ihren Wohnraum damit auf und sie steigern auch den Wert ihrer Immobilie.




Was bedeutet bodentief im Dachgeschoss?
Bei einem bodentiefen Dachfenster reicht die Glasfläche besonders weit nach unten. Häufig wird ein normales Dachfenster mit einem feststehenden oder zu öffnenden Zusatzelement kombiniert. Dadurch fällt mehr Licht in den Raum und auch im Sitzen bleibt der Blick nach draußen erhalten. Welche Kombination möglich ist, hängt von Dachneigung, Kniestock, Sparrenlage und dem gewählten Fenstersystem ab.
Absturzsicherung ist Teil der Planung
Liegt die Unterkante niedrig und lässt sich ein Element öffnen, muss die Absturzsicherheit geklärt werden. Je nach Einbausituation kommen feststehende Unterelemente, außenliegende Geländer oder geprüfte Systemlösungen infrage. Maßgeblich sind die Landesbauordnung und die konkrete Absturzhöhe. Eine improvisierte Brüstung ist keine gute Lösung: Fenster, Befestigung und Sicherung müssen als Gesamtsystem geplant werden.
Wärme, Sonne und Privatsphäre
Mehr Glas bedeutet mehr Tageslicht, kann aber auch den solaren Wärmeeintrag erhöhen. Auf Süd- und Westseiten ist außenliegender Hitzeschutz besonders wichtig. Innenrollos helfen vor allem bei Blendung, Sichtschutz und Verdunkelung. Bei bodentiefen Kombinationen solltest du prüfen, ob für Ober- und Unterelement passende Zubehörprodukte verfügbar sind und ob sie getrennt bedient werden müssen.
Einbau und Kosten richtig vergleichen
Neben den Fensterelementen gehören Eindeckrahmen, Dämmung, luftdichter Innenanschluss und Innenverkleidung zum Gesamtprojekt. Werden Sparren verändert, steigen Planungs- und Montageaufwand. Bitte den Fachbetrieb deshalb um ein vollständiges Angebot und kläre, welche Arbeiten am Dach, am Innenausbau und an der Absturzsicherung enthalten sind.
- Dachneigung und zulässige Einbauhöhe prüfen
- Statik und Sparrenabstände aufnehmen
- Absturzsicherung verbindlich festlegen
- Hitzeschutz und Verdunkelung mitplanen
- Wartung und Erreichbarkeit berücksichtigen
Ausblick und Möblierung vorher planen
Die Wirkung einer bodentiefen Verglasung hängt stark von der Einbauhöhe ab. Zeichne Unter- und Oberkante vor der Bestellung an der Innenwand an und prüfe den Blick im Sitzen und Stehen. Heizkörper, niedrige Möbel und Laufwege dürfen Bedienung oder Luftzirkulation nicht behindern. Bei einer Fensterkombination sollte außerdem feststehen, welches Element geöffnet wird und wo sich die Griffe befinden.
Schallschutz und Energieeffizienz
Große Glasflächen benötigen eine zur Lage passende Verglasung. An lauten Straßen oder unter Flugrouten kann erhöhter Schallschutz sinnvoll sein. Für den Wärmeschutz zählt der Wert der kompletten Kombination einschließlich Rahmen und Anschlüssen. Noch wichtiger ist der fachgerechte Einbau: Lücken in Dämmung oder Luftdichtheit können Komfort und Energieeffizienz trotz guter Produktwerte verschlechtern.
Lass dir im Angebot deshalb die genaue Elementkombination, Verglasung und Anschlussausführung nennen. So bleibt nachvollziehbar, welche Leistung tatsächlich bestellt wird.
Bei der Planung sollte auch die Privatsphäre berücksichtigt werden. Durch die niedrige Glasfläche entstehen andere Einblicke als bei einem hoch sitzenden Dachfenster. Passende Sichtschutzprodukte, ihre Befestigung und die Bedienbarkeit über die gesamte Fensterkombination gehören deshalb in die Produktauswahl.
Eine früh abgestimmte Detailzeichnung verhindert Missverständnisse zwischen Bestellung, Rohbauöffnung und Innenausbau.





