Der k-Wert begegnet dir vor allem in älteren Unterlagen: in Angeboten aus den 1980ern und 1990ern, in Bauakten oder auf alten Datenblättern. Die gute Nachricht vorweg – du musst nichts umrechnen. Der k-Wert ist schlicht der frühere Name des heutigen U-Werts.
k-Wert und U-Wert sind dasselbe
Beide beschreiben den Wärmedurchgangskoeffizienten: wie viel Wärme pro Quadratmeter Bauteilfläche und pro Grad Temperaturunterschied zwischen innen und außen verloren geht. Die Einheit ist in beiden Fällen W/(m²K), und die Zahlenwerte sind direkt vergleichbar.
Umbenannt wurde die Größe im Zuge der europäischen Normung Anfang der 2000er Jahre. Aus dem deutschen k (für Wärmedurchgangszahl) wurde das international einheitliche U (von englisch thermal transmittance). Ein k-Wert von 3,0 aus einem Angebot von 1992 entspricht also exakt einem U-Wert von 3,0.
| k-Wert | U-Wert | |
|---|---|---|
| Verwendet | bis ca. 2002 | seit ca. 2002 |
| Bedeutung | Wärmedurchgangskoeffizient | Wärmedurchgangskoeffizient |
| Einheit | W/(m²K) | W/(m²K) |
| Umrechnung nötig? | nein | nein |
Vorsicht bei einer anderen Verwechslung: In der Heiztechnik steht ein kleines k manchmal für ganz andere Kennwerte. Im Zusammenhang mit Fenstern, Wänden und Dächern ist mit k aber immer der heutige U-Wert gemeint.
k-Werte alter Fenster: die Tabelle
Weil der k-Wert aus der Zeit vor der Wärmeschutzverglasung stammt, sind die Werte durchweg hoch. Zur Einordnung, was du in alten Unterlagen typischerweise findest:
| Fenstertyp | k-Wert (= U-Wert) in W/(m²K) | Zeitraum |
|---|---|---|
| Einfachverglasung | ca. 5,0–5,8 | bis in die 1970er |
| Kastenfenster / Verbundfenster | ca. 2,3–3,0 | Altbau, bis ca. 1980 |
| Isolierglas, unbeschichtet | ca. 2,8–3,0 | ca. 1970–1995 |
| Erste Wärmeschutzverglasung | ca. 1,6–1,9 | ab ca. 1995 |
| Heutige Zweifachverglasung | ca. 1,0–1,3 | zum Vergleich |
Findest du in deinen Unterlagen einen k-Wert von 3,0 oder schlechter, hat dein Fenster energetisch den Stand der frühen 1990er. Gegenüber einem modernen Fenster geht dort ungefähr das Doppelte bis Dreifache an Wärme verloren.
Die vollständige Übersicht mit allen Verglasungsarten, Baujahren und der Unterscheidung zwischen Ug, Uw und Uf findest du in unserer U-Wert-Tabelle für Fenster.
Was der Wert praktisch bedeutet
Je höher die Zahl, desto mehr Wärme verlierst du. Der Unterschied ist größer, als die Zahlen vermuten lassen: Zwischen einem alten Fenster mit k = 5,0 und einem heutigen mit U = 1,0 liegt der Faktor fünf. Bei einem Dachfenster wirkt sich das doppelt aus, weil warme Luft nach oben steigt und dort auf die kälteste Fläche des Raums trifft.
Praktisch merkst du einen schlechten Wert an drei Dingen: Die Scheibe fühlt sich im Winter kalt an, du spürst Kältestrahlung, wenn du davor sitzt, und das Fenster beschlägt innen. Warum das zusammenhängt, erklärt Dachfenster beschlägt von innen.
Lohnt sich der Austausch?
Als grobe Orientierung: Liegt der Wert über 2,5, ist das Fenster energetisch veraltet, und ein Austausch rechnet sich meist innerhalb weniger Jahre über die Heizkosten. Zwischen 1,6 und 2,5 lohnt die Einzelfallrechnung. Unter 1,4 ist das Fenster auf aktuellem Niveau.
Beim Austausch gelten die Höchstwerte des Gebäudeenergiegesetzes: für Fenster ein Uw von höchstens 1,3, für Dachflächenfenster höchstens 1,4 W/(m²K). Wird nur die Verglasung getauscht, gilt Ug ≤ 1,1. Welche Zuschüsse es gibt, steht in Förderung beim Dachfenster-Austausch. Wie alt dein Fenster tatsächlich ist, findest du über das Typenschild heraus: Wie alt ist mein Dachfenster?
Häufige Fragen zum k-Wert
Ist der k-Wert dasselbe wie der U-Wert?
Ja. Der k-Wert ist die frühere deutsche Bezeichnung, die im Zuge der europäischen Normung um 2002 durch den U-Wert ersetzt wurde. Bedeutung, Einheit und Zahlenwerte sind identisch – eine Umrechnung ist nicht nötig.
Wie rechne ich k-Wert in U-Wert um?
Gar nicht. Die Werte sind identisch. Ein k-Wert von 2,8 W/(m²K) entspricht einem U-Wert von 2,8 W/(m²K).
Warum wurde der k-Wert umbenannt?
Im Zuge der europäischen Normung wurde die Bezeichnung international vereinheitlicht. Aus dem deutschen k wurde das englische U für thermal transmittance. Inhaltlich hat sich nichts geändert.
Welchen k-Wert hatten alte Fenster?
Einfachverglasung liegt bei etwa 5,0 bis 5,8, Kastenfenster bei ungefähr 2,3 bis 3,0 und unbeschichtetes Isolierglas aus den 1970er- bis 1990er-Jahren bei etwa 2,8 bis 3,0 W/(m²K).
Ab welchem Wert sollte ich mein Fenster austauschen?
Als Orientierung: Über 2,5 W/(m²K) ist das Fenster energetisch veraltet und ein Austausch rechnet sich meist. Zwischen 1,6 und 2,5 lohnt die Einzelfallrechnung, unter 1,4 entspricht das Fenster aktuellem Niveau.
Grundlagen zum Nachlesen: Was der U-Wert bei Fenstern genau bedeutet, welcher Wert als gut gilt und welche Grenzwerte das Gebäudeenergiegesetz vorschreibt, erklärt unser Überblick.
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